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Artikel-Schlagworte: „Sparkonto“

Sparkonto

Was ist ein Sparkonto?

Das gute alte Sparkonto wurde früher grundsätzlich mit einem Sparbuch geführt. Diese Sparbücher gibt es zwar heute auch noch, aber man findet sie vorwiegend bei der ganz alten Generation. Als Geldanlage bzw. Sparanlage ist ein Sparbuch mit Sparkonto heute nicht mehr zeitgemäß, denn für das Gehalt, die Pension oder die Rente muss ohnehin ein Girokonto unterhalten werden und das Tagesgeldkonto dazu hat einen besseren Zinssatz und ist meistens kostenlos. Das Sparbuch ist heute überwiegend für Kinder gedacht, um sie an den Spargedanken heranzuführen. Die Spardose wird mit zur Sparkasse genommen und dort wird die klingende Münze auf das Kindersparbuch eingezahlt. Wenn das Kind im Schulalter ist, kann es auf dem Sparbuch den Geldzuwachs verfolgen und sich so zur Sparsamkeit motivieren.

Wie viel Zinsen gibt es auf dem Sparbuch?

Das Sparbuch ist eine der schlechtesten Geldanlagen, die es gibt. Viele Sparkassen liegen im Bereich von 0,25 % bis maximal 1 % Verzinsung bei diesem Produkt und wenn man 1,5 % Zinsen bekommt, hat man einen der besten Anbieter gefunden. Das Sparbuch bzw. das Sparkonto wird im Sprachgebrauch verwendet, um die Gewohnheiten der älteren Menschen aufrecht zu erhalten und ein Produkt für Kinder zu haben. So verschenken viele Banken und Sparkassen ein Sparbuch mit einem kleinen Betrag zur Geburt und man hofft auf diese Weise, dass die Kundschaft im wahrsten Sinne des Wortes nachwächst. Wo das Wort Sparbuch drauf steht, ist meistens allerdings ein sehr geringer Zinssatz drin!

Sondersparbuch für die Mietkaution!

Das Sparbuch hat bei einigen Vermietern eine Renaissance, denn es wird seit einigen Jahren von Vermietern für die Mietkaution verlangt. Die Mietkaution muss dort vom Mieter eingezahlt werden und das Sparbuch wird dann beim Vermieter hinterlegt. Es gibt noch dreistere Vermieter, die die Mietkaution in bar haben wollen und nicht einmal eine Bankgarantie akzeptieren, obwohl die Bankgarantie für den Mieter die kostengünstigste Variante ist und für den Vermieter absolut sicher.

 

 

Konten

Wie entstand das Bankkonto?

Die Einrichtung von Konten kennt man bereits aus dem späten Mittelalter. Es waren die Händler aus Italien, die eine Verrechnungsmöglichkeit über Konten nach Nordeuropa brachten. Die schwäbische Handelsfamilie Fugger, die ihren Ursprung in der Weberei hatte und ihr großes Vermögen mit dem Handel von Baumwolle aus Italien, mit Kohlegruben und vielen anderen Aktivitäten machte, gründete frühzeitig bereits auch eine Bank. Es gab Verrechnungskonten zwischen den Händlern und ihren Kunden, die man durchaus als Vorläufer unserer heutigen Girokonten sehen kann.

Der Durchbruch war das Gehaltskonto!

Das gute, alte Sparbuch hatten zwar schon viele Menschen, aber es diente bis Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts nur als Alternative zum Sparstrumpf. Der private Geldverkehr in der Bevölkerung verlief fast ausnahmslos in bar und der Lohn wurde meistens wöchentlich in bar in der Lohntüte ausgezahlt. Die Banken in Europa entdeckten den Privatkunden erst Anfang der 60er Jahre und die bargeldlose Lohn- und Gehaltszahlung brachte mit dem Gehaltskonto den Durchbruch für den bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Bankgeschäfte am Schalten oder online?

Ein Leben ohne Konto bei einer Bank oder Sparkasse ist heute kaum vorstellbar. Sogar für die Menschen, die große Schulden haben, müssen die Banken und Sparkassen ein Girokonto auf Guthabenbasis eröffnen. Es gibt viele Bereiche des täglichen Lebens, die man nur mit Überweisungen oder mit einem Bankeinzug erledigen kann und die Firmen machen ihre Bankgeschäfte inzwischen über einen  Datentransfer zu den Kreditinstituten.

Bildquellenangabe: JMG / pixelio.de

Auch Privatkonten werden in zunehmendem Maße „online“ geführt. Die Zahl der Menschen, die nicht mehr in die örtliche Bank oder Sparkasse an den Schalten gehen, nimmt täglich zu und die Direktbanken haben großen Zulauf. Aktuell sind es etwa 26 Millionen Deutsche, die ihre Bankgeschäfte von zu Hause mit dem PC durchführen. Deutschland ist beim Onlinebanking allerdings in Europa nur im Mittelfeld, denn 26 Millionen sind nur ungefähr 41% der volljährigen Bürger. Die Liste der Besten wird mit ca. 77% von Norwegen angeführt, gefolgt von den Niederlanden mit 73%. Im 60%-Bereich liegen Finnland, Island und Schweden. In ganz Europa geht man davon aus, dass die Zahl der Online-Konten weiter steigt.

 

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