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Artikel-Schlagworte: „Sparbuch“

Wertpapiere

Was sind Wertpapiere?

Wertpapiere sind Dokumente, die einen bestimmten Wert in Geld besitzen. Das können beispielsweise Aktien sein, Fondsanteile, Anleihen, Optionen, Zertifikate oder auch Schuldverschreibungen anderer Art. Das Wertpapier ist eine Urkunde, die ein bestimmtes privates Recht beschreibt. Das können Forderungsrechte sein, wie etwa das Geld auf einem Sparbuch oder den Betrag einer Anleihe. Es gibt Stimm- oder Beteiligungsrechte, wie man sie bei einer Aktie kennt oder auch Rechte an Sachen, zum Beispiel eines Grundstücks. Diese Beurkundung von Rechten gibt es schon sehr lange. In neuerer Zeit sind dann noch Optionsrechte hinzugekommen, die an der Börse als Optionsscheine gehandelt werden. Der Begriff Wertpapier stammte aus der Zeit, in der es zum Beispiel Aktien noch als echte Urkunde gab. Für jede gekaufte Aktie bekam man eine Aktie als Wertpapier, die mit einem bestimmten Nennwert bedruckt wurde.

Welche Wertpapiere soll ich kaufen?

Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten. Viele Sparer und Anleger haben mit bestimmten Geldanlagen viel Geld gewonnen und mit Papieren der gleichen Gattung auch sehr viel Geld verloren. Die Frage nach „sicheren Geldanlagen“ stellt sich also bei Wertpapieren bis auf wenige Ausnahmen mit Garantien auf die Einlage nicht. Es gibt sehr unterschiedliche Risikoklassen bei Wertpapieren, auf die in den einzelnen Rubriken dieser Website eingegangen wird. Bei der Anlageentscheidung spielt die persönliche Situation des Sparers die größte Rolle. Es ist zunächst eine Frage des Risikotyps, des vorhandenen Vermögens, des Einkommens, den monatlichen Fixkosten und der Langfristigkeit der Geldanlage. Das Angebot an unterschiedlichen Wertpapieren ist in den letzten Jahrzehnten sehr groß geworden und die Kreativität der Entwickler von Finanzprodukten scheint grenzenlos. Als wichtigstes Merkmal für einen Wertpapierkauf sollte der Anfänger zunächst das Wertpapier in allen Einzelheiten verstanden haben und das Risiko des Investments ganz genau kennen. Man sollte nur ein Finanzprodukt kaufen, dass man in allen Teilen verstanden hat und bei dem man in der Lage ist, es einem anderen Menschen in allen Einzelheiten zu erklären.

Was ist ein Depot?

Ein Depot ist ein Konto bei einer Bank oder Sparkasse, auf dem die gekauften Wertpapiere gebucht werden. Von einem Wertpapier-Depot aus kann man Wertpapiere verkaufen und über ein Verrechnungskonto neue Wertpapiere kaufen, die danach in dem Depot des Käufers verbucht werden. In dem Depot wird der Kaufwert, der aktuelle Tageswert und in den meisten Depots auch der Gewinn oder Verlust mit einer Wertpapierposition aufgeführt. Die angezeigten Werte in einem Depot sind allerdings nicht die „Realtime-Kurse“, also nicht die Kurse, die in dem betreffenden Moment wirklich an der Börse gehandelt werden. Um „Realtime-Kurse“ zu sehen, braucht man eine andere Handelsplattform als das übliche Wertpapier-Depot.

Soll mein Wertpapier-Depot gemischt sein?

Ideal ist es, dass man in seinem Wertpapier-Depot eine gute Mischung von verschiedenen Wertpapier-Arten, verschiedenen Risikoklassen, verschiedenen Branchen, Ländern oder sogar Kontinenten hat. Das geht allerdings am Anfang bei den meisten Sparern und Anlegern nicht. Aus diesem Grund sollte man als Anfänger und als vorsichtiger Sparer zunächst mit relativ sicheren Wertpapieren beginnen. Das können beispielsweise Bundesschatzbriefe sein oder andere Papiere, bei denen mindestens die Einlage garantiert wird. Wenn das Vermögen größer geworden ist, kann man die ersten Schritte in die Diversifikation unternehmen und andere Wertpapiere, wie beispielsweise sogenannte Rentenpapiere (das sind verzinsliche Anleihen, die auch Bonds genannt werden) oder Fonds mit einem ausgezeichneten Rating (Klassifizierung) hinzunehmen. Je nach Risikoeinstufung, Wissen um das Börsengeschehen und Marktkenntnis dürfen nach einigen Jahren die ersten Aktien hinzukommen. Beim Aktienkauf in die großen, bekannten Werte, die man „Bluechips“ nennt, sollte man sich nicht auf das eigene „Bauchgefühl“, sondern auf die Einschätzung einer größeren Anzahl von Analysten verlassen. Die Einschätzung dieser Fachleute ist zwar auch oft sehr unterschiedlich, aber man darf hoffen, dass sich die Mehrheit der Analysten bei der Fundamentalanalyse von Aktiengesellschaften nicht täuscht. Eine Fundamentalanalyse umfasst die Beurteilung aller Bereiche und Zukunftsaussichten eines Unternehmens.

 

 

Sparkonto

Was ist ein Sparkonto?

Das gute alte Sparkonto wurde früher grundsätzlich mit einem Sparbuch geführt. Diese Sparbücher gibt es zwar heute auch noch, aber man findet sie vorwiegend bei der ganz alten Generation. Als Geldanlage bzw. Sparanlage ist ein Sparbuch mit Sparkonto heute nicht mehr zeitgemäß, denn für das Gehalt, die Pension oder die Rente muss ohnehin ein Girokonto unterhalten werden und das Tagesgeldkonto dazu hat einen besseren Zinssatz und ist meistens kostenlos. Das Sparbuch ist heute überwiegend für Kinder gedacht, um sie an den Spargedanken heranzuführen. Die Spardose wird mit zur Sparkasse genommen und dort wird die klingende Münze auf das Kindersparbuch eingezahlt. Wenn das Kind im Schulalter ist, kann es auf dem Sparbuch den Geldzuwachs verfolgen und sich so zur Sparsamkeit motivieren.

Wie viel Zinsen gibt es auf dem Sparbuch?

Das Sparbuch ist eine der schlechtesten Geldanlagen, die es gibt. Viele Sparkassen liegen im Bereich von 0,25 % bis maximal 1 % Verzinsung bei diesem Produkt und wenn man 1,5 % Zinsen bekommt, hat man einen der besten Anbieter gefunden. Das Sparbuch bzw. das Sparkonto wird im Sprachgebrauch verwendet, um die Gewohnheiten der älteren Menschen aufrecht zu erhalten und ein Produkt für Kinder zu haben. So verschenken viele Banken und Sparkassen ein Sparbuch mit einem kleinen Betrag zur Geburt und man hofft auf diese Weise, dass die Kundschaft im wahrsten Sinne des Wortes nachwächst. Wo das Wort Sparbuch drauf steht, ist meistens allerdings ein sehr geringer Zinssatz drin!

Sondersparbuch für die Mietkaution!

Das Sparbuch hat bei einigen Vermietern eine Renaissance, denn es wird seit einigen Jahren von Vermietern für die Mietkaution verlangt. Die Mietkaution muss dort vom Mieter eingezahlt werden und das Sparbuch wird dann beim Vermieter hinterlegt. Es gibt noch dreistere Vermieter, die die Mietkaution in bar haben wollen und nicht einmal eine Bankgarantie akzeptieren, obwohl die Bankgarantie für den Mieter die kostengünstigste Variante ist und für den Vermieter absolut sicher.

 

 

Tagesgeldkonto

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Um Geld zu sparen, ist die Wahl eines Tagesgeldkontos immer die richtige Entscheidung. Auf dem Tagesgeldkonto gibt es grundsätzlich mehr Zinsen, als zum Beispiel auf einem Girokonto oder einem Sparbuch. Selbst auf einem Festgeldkonto liegt der Zinssatz üblicherweise unter dem eines Tagesgeldkontos. Das Tagesgeldkonto hat den großen Vorteil der täglichen Verfügbarkeit bei einer vergleichsweise guten Verzinsung.

 

Wo gibt es das beste Tagesgeldkonto?

Man kann ein Tagesgeldkonto völlig unabhängig von seinem Girokonto führen. Aus diesem Grund sollte sich jeder ausführlich nach den Konditionen für das Girokonto und das Tagesgeldkonto erkundigen. Manche Banken oder Sparkassen haben es bis heute nicht verstanden und verlangen für ein Girokonto noch eine Kontoführungsgebühr. Wenn diese Kreditinstitute nicht hinzulernen, werden sie im Laufe der Zeit zu kontoführenden Geldinstituten für alte Leute. Die Mehrzahl der jüngeren Menschen und die jung gebliebenen in der älteren Generation haben sich bereits ausführlich über die Kosten für ein Girokonto und ein Tagesgeldkonto informiert und sich für eine Direktbank entschieden. Das kostenlose Girokonto und dazu ein kostenloses Tagesgeldkonto sind inzwischen fast die Normalität. Es gibt ständig neue Angebote für die kostenlose Kontoführung und es wird für den Wechsel sogar ein Geldbetrag angeboten. Jeder, der noch kein kostenloses Girokonto hat, sollte sich darum kümmern, denn in Zeiten geringer Zinsen, kann man die Kontoführungsgebühr nicht einmal mit den Zinsen für das Tagesgeldkonto verdienen.

 

Wie kann ich mein Konto wechseln?

Der Wechsel eines Girokontos ist eine einfache Sache und wird durch das Ausfüllen eines Formulars im Internet eingeleitet. Dazu wird ein Formular für das Post-Ident-Verfahren ausgedruckt und durch die Vorlage des Personalausweises beim Postamt hat man sich als neuer Kontoinhaber identifiziert. Die notwendigen Zugangsdaten, die Transaktionsnummern für das Online-Banking, die Scheckkarte und vielfach auch eine kostenlose Kreditkarte werden dann in einzelnen Briefsendungen zugeschickt. Die Auflösung des alten Kontos übernimmt das neue kontoführende Institut auf Wunsch für den Kontoinhaber bequem und zuverlässig. Ein kostenloses Tagesgeldkonto wird auf die gleiche Weise eröffnet, allerdings bekommt man dafür keine Scheckkarte und Kreditkarte. Wenn man ein Girokonto eröffnet hat, kann man das kostenlose Tagesgeldkonto und Festgeldkonto online selbst eröffnen.

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