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Artikel-Schlagworte: „Flatrate“

Schuldenfallen

Das Auto als Schuldenfalle!

Gerade für sehr junge Autofahrer ist das Auto eine große Schuldenfalle. Der Führerschein ist schon ziemlich teuer und dann muss natürlich sofort das erste Auto her.  Der Traum vom eigenen Auto kann allerdings schnell zum Albtraum werden. Vor dem Autokauf wird nicht ernsthaft über die Folgekosten nachgedacht, sondern die Entscheidung fällt aus optischen Gründen, die Marke ist wichtig und es müssen möglichst viele PS sein. Der erste Schock kommt bereits beim Rechnungseingang der Haftpflichtversicherung und die Überraschung ist groß, wenn der Tank schon wieder einmal leer ist. An den Verbrauch des Fahrzeugs hat vorher natürlich keiner gedacht. Besonders breite Reifen werden immer wieder gerne genommen, weil das ja so gut aussieht. Schlimm wird es nur, wenn ein neuer Satz Reifen fällig wird, denn die Breitreifen kosten wesentlich mehr, als Normalreifen. Wenn man allerdings nur die Felgen für die breiten „Puschen“ hat, muss man in den sauren Apfel beißen oder gleich einen Komplettreifensatz mit Felgen neu anschaffen. Weil das dann natürlich wieder gut aussehende Aluräder sein müssen, wird die ganze Sache entsprechend teuer. Wer in solchen Fällen das Auto auf „pump“ gekauft hat und die Unterhaltungskosten mit einem Dispokredit bezahlen muss, ist bereits tief in die Schuldenfalle Auto hineingerutscht.

Das Handy als Schuldenfalle!

Wenn man kleineren Kindern bereits  ein Handy als „Spielzeug“ gibt, entwickelt sich bereits eine Sucht, unter der ein junger Erwachsener wahrscheinlich noch leidet. Nicht nötige Telefonate, nichtssagende SMS-Nachrichten, der Internetzugang und heruntergeladenen teure Klingeltöne, lassen das Handy bei vielen jüngeren Menschen zur Schuldenfalle werden. Warum Kinder mit 8 bis 12 Jahren bereits ein Handy haben müssen, ist nicht nachvollziehbar. Wer dem Freund oder der Freundin ständig seinen Tagesablauf per SMS mitteilt, hat zu viel Langeweile und ein zu hohes Taschengeld. Wer seine Freunde gerade noch in der Schule gesehen hat, muss nicht kurz nach dem Mittagessen wieder mit den Schulfreunden telefonieren oder simsen! Das Handy ständig als Kommunikationsmittel bereits als Kind und Jugendlicher zur Verfügung zu haben, ist eine gefährliche Schuldenfalle. Eine Chance aus dieser Nummer wieder herauszukommen, liegt bei den Eltern. Die Eltern müssen dafür sorgen, dass der Handy-Wahn endlich beendet wird. Wenn die Jugendlichen älter geworden sind, muss bei vielen „Süchtigen“ eine teure Flatrate her. Die „braucht“ man zur Schadensbegrenzung oder vielfach auch, damit man das Mode-Handy mit Touchscreen-Monitor bekommt. Ohne dieses Spielzeug, mit dem man allerdings nicht besonders gut telefonieren kann, können es viele Jugendliche und junge Erwachsene, die keine Persönlichkeit und kein Selbstbewusstsein haben, nicht mehr aushalten.

Wettbewerb und Neid als Schuldenfalle!

Der Wettbewerb und Neidfaktor zwischen Freunden, Verwandten, Nachbarn und Arbeitskollegen ist oft der Beginn eines unausweichlichen Wegs in eine Schuldenfalle. Der Arbeitskollege hat ein neues Auto, also muss ich mir auch eins kaufen. Es sollte möglichst die Klasse und die PS-Zahl des Nachbarn übertreffen. Der Nachbar hat ein neues I-Phone, also brauche ich auch eins. Den großen Flachbildschirm mit dem kompletten Umfeld hat der Freund gerade gekauft. Da darf man nicht lange warten, sondern muss in den Elektronikmarkt und schnell ein größeres Gerät mit Festplattenrecorder, integriertem PC, eingebauter HiFi-Anlage mit 6 Lautsprechern und HD-Auflösung kaufen. Der andere Freund hat einen neuen Laptop mit der größtmöglichen Festplatte und einem Arbeitsspeicher, den keiner braucht. Da muss man natürlich schnellsten mithalten. Alle Einkäufe, die am wirklichen Bedarf weit vorbeigehen und nur durch Neid, Wettbewerbsdruck oder einem Suchtgefühl erklärbar sind, führen unweigerlich dazu, dass man seine finanziellen Möglichkeiten weit überschätzt und in eine nie endende Schuldenfalle gerät.

Schulden

Schulden machen ist gefährlich!

Gerade für junge Menschen ist die Anhäufung von Schulden sehr gefährlich. Zu den grundsätzlichen Dingen in einer guten Erziehung von Kindern gehört das Sparen und der Grundsatz, dass man nur das ausgeben kann, was man hat. Natürlich ist dieser Gedanke nicht ganz mit der Wirklichkeit zu verbinden, denn bereits beim Studium machen viele junge Menschen Schulden durch den Bezug von BAföG und auch das erste Auto wird in vielen Fällen nicht aus dem Sparstrumpf bezahlt. Gefährlich sind diese beiden Beispiele nicht, wenn man sich nicht daran gewöhnt ständig neue Schulden dazu zu machen und ständig über seine finanziellen Verhältnisse lebt. Wer sich Besonderheiten leisten möchte, muss auch bereit sein, dafür eine besondere Leistung in Form von Arbeit zu erbringen. Wer als Schüler oder Student mit einem Nebenjob Geld verdient, der kann sich auch dafür mit einigen schönen Dingen belohnen, der er sich sonst hätte nicht leisten können.

 

Warum machen junge Menschen so oft Schulden?

Es gibt bei vielen Jugendlichen leider bereits den Drang nach Statussymbolen. Manchmal ist das durch die Eltern anerzogen worden. Wer bereits als Kind nur Markenklamotten getragen hat, möchte vielleicht später nicht mehr darauf verzichten oder wenn Kinder bereits mit Handys der Oberklasse ausgestattet werden, möchte auch ein Jugendlicher oder junger Erwachsener mit dieser Vergangenheit sein Handy zur Schau stellen. Völlig selbstverständlich braucht man dann auch eine Flatrate für das Internet, denn man will doch dazugehören! Oft ist es auch der Vergleich mit den Mitschülern, mit den Nachbarn oder den Freunden. Warum haben die alles, was ich noch nicht habe? Als junger Erwachsener mit eigenem Einkommen und eigenem Gehaltskonto ist es ganz leicht einen Kredit zu bekommen. Das beginnt mit einem Überziehungskredit für das Gehaltskonto und endet mit zusätzlichen Ratenkrediten für das Auto, die teure Wohnungseinrichtung, den Großbildschirm, den PC, den Urlaub usw. Die Kredite häufen sich und wenn dann ein unvorhersehbares Ereignis hinzukommt, ist es zur Privatinsolvenz nicht mehr weit.

 

Der Versandhandel und das Internet treiben die Schulden in die Höhe!

Wenn das Gehaltskonto bereits überzogen ist und die Ratenkredite laufen, dann bestellt man auf Raten beim Versandhandel. Die Bestellung kann per Postkarte oder im Internet anonym erfolgen und die Bestellung kommt ins Haus. Man kann bequem vom Sofa aus seine Bestellung zusammenstellen und kann am Ende Ratenzahlung ankreuzen. Das Verhältnis zum Geld geht dabei immer mehr verloren und der Schuldenberg wächst. Wenn das Gehalt auf dem Konto ist, ist bereits ein hoher Prozentsatz der Einnahme durch die monatlichen Fixkosten und Ratenzahlungen verplant und der frei verfügbare Betrag pro Monat wird immer geringer. Menschen, die ständig über ihre Verhältnisse leben, rauchen oftmals noch, geben viel Geld in Diskotheken und Kneipen aus und verfallen nicht selten dem Alkohol. Wenn dann noch eine Spielsucht oder Drogensucht hinzukommen, ist der Weg nach ganz unten in der Gesellschaft bereits gesichert.

 

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