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Artikel-Schlagworte: „BAföG“

Vom Taschengeld zum Kindergehalt?

Schon kleinere Kinder bekommen von ihren Eltern Taschengeld, damit sie den Umgang mit Geld lernen. Meistens gibt es das Taschengeld bis die jungen Erwachsenen selbst Geld verdienen oder durch Ausbildungsförderungen, wie BAföG, unterstützte werden. Das Taschengeld für noch sehr junge Kinder wird meistens nur für Süßigkeiten oder mal für einen Kinobesuch ausgegeben. Die Bekleidung, selbstverständlich die komplette Verpflegung und alle anderen Kosten, beispielsweise für Bücher, Schulmaterial oder Ausflüge mit der Schule, werden weiterhin von den Eltern bezahlt.

Kinder müssen lernen mit Geld umzugehen!

Um die Kinder noch besser an den Umgang mit Geld zu gewöhnen, schlagen manche Pädagogen und Verhaltenstherapeuten vor, von Taschengeld auf ein Kindergehalt zu wechseln. Ab einem Alter zwischen 10 und 14 Jahren kann man mit dem Kind zusammen alle Ausgaben, außer Unterkunft, Verpflegung und Kleidung zusammenfassen und daraus ein Monatsgehalt definieren. Ab 14 bis 15 Jahre kann man die Kosten für die Kleidung auch in das Kindergehalt integrieren. Bei der Kleidung wird der Jahresbedarf etwa zusammengestellt und der entstehende Betrag anteilig monatlich ausgezahlt. Wer vom Taschengeld zum Kindergehalt wechseln will, sollte die Ausgaben für das Kind ein Jahr zuvor in einem Haushaltsbuch getrennt erfassen, um auf realistische Zahlen zu kommen.

Das Gehalt muss pünktlich gezahlt werden!

Wer auf das Kindergehalt im Alter zwischen 10 und 14 Jahren umgestellt hat, kann davon ausgehen, dass das Kind mit zunehmender Tendenz den Umgang mit Geld erlernt. Wichtig ist, dass das Gehalt verlässlich am 1. des Monats ausgezahlt wird. Natürlich sollte man auch darauf achten, dass etwas Geld monatlich zurückgelegt wird, um anfallende größere Ausgaben auch bewältigen zu können. Der Spargedanke und der Gedanke eine Rücklage für außergewöhnliche Belastungen zu bilden, sind die Grundelemente, um den vielen Schuldenfallen, die es auch schon für Kinder und vor allem Jugendliche gibt, aus dem Weg zu gehen. Wichtig ist, dass die Eltern es den Kindern auch vorleben, wie man verantwortungsvoll mit Geld umgeht.

Sparsam wirtschaften mit dem Haushaltsbuch!

Wenn man merkt, dass das Kind mit dem Gehalt nicht auskommt, sollte man zunächst die Gehaltsermittlung noch einmal zusammen mit dem Kind überprüfen. Wenn es etwas zu korrigieren gibt, muss das natürlich geändert werden. Sollte es aber am Konsumverhalten des Kindes liegen, dass am 20. des Monats oft kein Geld mehr da ist, hilft die Einführung eines Haushaltsbuches zu Planung für die Ausgaben. Exakte Planung sollte dem Kind klarmachen, dass man mit dem zur Verfügung stehenden Geld auskommen muss und durch Planung und Sparsamkeit auch auskommen kann. Wer das in seiner Jugend gelernt hat, wird als Erwachsener seine Finanzen im Griff haben und sich nicht überschulden.



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Schulden

Schulden machen ist gefährlich!

Gerade für junge Menschen ist die Anhäufung von Schulden sehr gefährlich. Zu den grundsätzlichen Dingen in einer guten Erziehung von Kindern gehört das Sparen und der Grundsatz, dass man nur das ausgeben kann, was man hat. Natürlich ist dieser Gedanke nicht ganz mit der Wirklichkeit zu verbinden, denn bereits beim Studium machen viele junge Menschen Schulden durch den Bezug von BAföG und auch das erste Auto wird in vielen Fällen nicht aus dem Sparstrumpf bezahlt. Gefährlich sind diese beiden Beispiele nicht, wenn man sich nicht daran gewöhnt ständig neue Schulden dazu zu machen und ständig über seine finanziellen Verhältnisse lebt. Wer sich Besonderheiten leisten möchte, muss auch bereit sein, dafür eine besondere Leistung in Form von Arbeit zu erbringen. Wer als Schüler oder Student mit einem Nebenjob Geld verdient, der kann sich auch dafür mit einigen schönen Dingen belohnen, der er sich sonst hätte nicht leisten können.

 

Warum machen junge Menschen so oft Schulden?

Es gibt bei vielen Jugendlichen leider bereits den Drang nach Statussymbolen. Manchmal ist das durch die Eltern anerzogen worden. Wer bereits als Kind nur Markenklamotten getragen hat, möchte vielleicht später nicht mehr darauf verzichten oder wenn Kinder bereits mit Handys der Oberklasse ausgestattet werden, möchte auch ein Jugendlicher oder junger Erwachsener mit dieser Vergangenheit sein Handy zur Schau stellen. Völlig selbstverständlich braucht man dann auch eine Flatrate für das Internet, denn man will doch dazugehören! Oft ist es auch der Vergleich mit den Mitschülern, mit den Nachbarn oder den Freunden. Warum haben die alles, was ich noch nicht habe? Als junger Erwachsener mit eigenem Einkommen und eigenem Gehaltskonto ist es ganz leicht einen Kredit zu bekommen. Das beginnt mit einem Überziehungskredit für das Gehaltskonto und endet mit zusätzlichen Ratenkrediten für das Auto, die teure Wohnungseinrichtung, den Großbildschirm, den PC, den Urlaub usw. Die Kredite häufen sich und wenn dann ein unvorhersehbares Ereignis hinzukommt, ist es zur Privatinsolvenz nicht mehr weit.

 

Der Versandhandel und das Internet treiben die Schulden in die Höhe!

Wenn das Gehaltskonto bereits überzogen ist und die Ratenkredite laufen, dann bestellt man auf Raten beim Versandhandel. Die Bestellung kann per Postkarte oder im Internet anonym erfolgen und die Bestellung kommt ins Haus. Man kann bequem vom Sofa aus seine Bestellung zusammenstellen und kann am Ende Ratenzahlung ankreuzen. Das Verhältnis zum Geld geht dabei immer mehr verloren und der Schuldenberg wächst. Wenn das Gehalt auf dem Konto ist, ist bereits ein hoher Prozentsatz der Einnahme durch die monatlichen Fixkosten und Ratenzahlungen verplant und der frei verfügbare Betrag pro Monat wird immer geringer. Menschen, die ständig über ihre Verhältnisse leben, rauchen oftmals noch, geben viel Geld in Diskotheken und Kneipen aus und verfallen nicht selten dem Alkohol. Wenn dann noch eine Spielsucht oder Drogensucht hinzukommen, ist der Weg nach ganz unten in der Gesellschaft bereits gesichert.

 

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