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Konten

Wie entstand das Bankkonto?

Die Einrichtung von Konten kennt man bereits aus dem späten Mittelalter. Es waren die Händler aus Italien, die eine Verrechnungsmöglichkeit über Konten nach Nordeuropa brachten. Die schwäbische Handelsfamilie Fugger, die ihren Ursprung in der Weberei hatte und ihr großes Vermögen mit dem Handel von Baumwolle aus Italien, mit Kohlegruben und vielen anderen Aktivitäten machte, gründete frühzeitig bereits auch eine Bank. Es gab Verrechnungskonten zwischen den Händlern und ihren Kunden, die man durchaus als Vorläufer unserer heutigen Girokonten sehen kann.

Der Durchbruch war das Gehaltskonto!

Das gute, alte Sparbuch hatten zwar schon viele Menschen, aber es diente bis Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts nur als Alternative zum Sparstrumpf. Der private Geldverkehr in der Bevölkerung verlief fast ausnahmslos in bar und der Lohn wurde meistens wöchentlich in bar in der Lohntüte ausgezahlt. Die Banken in Europa entdeckten den Privatkunden erst Anfang der 60er Jahre und die bargeldlose Lohn- und Gehaltszahlung brachte mit dem Gehaltskonto den Durchbruch für den bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Bankgeschäfte am Schalten oder online?

Ein Leben ohne Konto bei einer Bank oder Sparkasse ist heute kaum vorstellbar. Sogar für die Menschen, die große Schulden haben, müssen die Banken und Sparkassen ein Girokonto auf Guthabenbasis eröffnen. Es gibt viele Bereiche des täglichen Lebens, die man nur mit Überweisungen oder mit einem Bankeinzug erledigen kann und die Firmen machen ihre Bankgeschäfte inzwischen über einen  Datentransfer zu den Kreditinstituten.

Bildquellenangabe: JMG / pixelio.de

Auch Privatkonten werden in zunehmendem Maße „online“ geführt. Die Zahl der Menschen, die nicht mehr in die örtliche Bank oder Sparkasse an den Schalten gehen, nimmt täglich zu und die Direktbanken haben großen Zulauf. Aktuell sind es etwa 26 Millionen Deutsche, die ihre Bankgeschäfte von zu Hause mit dem PC durchführen. Deutschland ist beim Onlinebanking allerdings in Europa nur im Mittelfeld, denn 26 Millionen sind nur ungefähr 41% der volljährigen Bürger. Die Liste der Besten wird mit ca. 77% von Norwegen angeführt, gefolgt von den Niederlanden mit 73%. Im 60%-Bereich liegen Finnland, Island und Schweden. In ganz Europa geht man davon aus, dass die Zahl der Online-Konten weiter steigt.

 

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